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13 Jun 2012

Dialog für eine Welt ohne Lepra

Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung (NFSD) veranstaltete zusammen mit dem Internationalen Komitee des Malteserordens (CIOMAL) am 31. Mai 2012 in Genf eine Fachtagung über innovative Lösungen zur Eliminierung der Lepra. Das Treffen war Teil des „Geneva dialogue“, einer laufenden Gesprächsreihe, welche die Novartis Stiftung globalen Gesundheitsproblemen widmet. Auf dem Programm standen Themen wie die Verbesserung der Früherkennung, neue Technologien für einen besseren Behandlungszugang und die Bedeutung von Partnerschaften und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern, um die Dynamik im Kampf gegen die Lepra weiter voranzutreiben.



Der Weg nach vorn

Denis Daumerie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erläuterte die Geschichte der Lepra, die aktuelle Krankheitssituation weltweit sowie den positiven Beitrag der Kombinationstherapie (MDT) in der Behandlung der Lepra. Daumerie forderte eine engere Zusammenarbeit der bestehenden Partner in der Forschung sowie in der Entwicklung von Diagnostika und Präventionsmethoden. Er stellte fest: „Der Weg nach vorn in der Leprabekämpfung beginnt heute.“


Innovative Ansätze

York Lunau, Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung,  stellte „SMS for Life TL“ vor. Ziel der innovativen, SMS-basierten Initiative ist es, Lieferengpässe bei Lepra- und Tuberkulosemedikamenten in Gesundheitseinrichtungen in Tansania zu reduzieren. Mit „SMS for Life TL“ lassen sich auch Daten wie beispielsweise die benötigte Zahl von Behandlungseinheiten erfassen. Diese können dazu benutzt werden, neue Leprafälle zu lokalisieren und die Früherkennung zu verbessern.

Harald Schmid de Gruneck, CIOMAL Kambodscha, beschrieb den ganzheitlichen Ansatz von CIOMAL in der Lepraversorgung in Kambodscha, der präventive Massnahmen ebenso wie eine medizinische, psychosoziale und wirtschaftliche Rehabilitation einschliesst. Ausschlaggebend für eine bessere Früherkennung der Lepra sind nach Ansicht von Schmid de Gruneck Information, Aufklärung und Kommunikation sowie eine gute Behindertenbetreuung und innovative Ansätze in der Lepraerkennung. Schmid de Gruneck berichtete über den Erfolg einer Nachverfolgungsstudie von CIOMAL und NFSD in den Jahren 2011 und 2012, durch die 251 neue Leprafälle in 20 Distrikten Kambodschas aufgedeckt wurden.

René Stäheli von der Internationalen Vereinigung der Lepra-Hilfswerke (ILEP) stellte innovative Ansätze von ILEP-Mitgliedsorganisationen in der Lepraversorgung vor. ILEP-Mitglieder arbeiten beispielsweise an der Entwicklung eines Diagnoseinstruments, mit dem Leprainfektionen bei äusserlich gesunden Patienten nachgewiesen werden können. Stäheli stellte in Frage, ob eine völlige Ausrottung der Lepra möglich sein wird. Als Hindernisse führte er einen Mangel an politischem Willen, wirksamen Interventionen und ausreichenden finanziellen Mitteln an.

Sunil Anand von The Leprosy Mission Trust India stellte eine Studie vor, in der Verzögerungen in der Selbstvorstellung von Leprapatienten beleuchtet wurden. 95 Prozent der in der Studie erfassten Leprapatienten waren sich nicht bewusst, dass sie an der Krankheit litten. Nach Ansicht Anands könnten eine entsprechende Betreuung und Beratung in den Gemeinschaften sowie eine technische Schulung von Gesundheitspersonal dazu beitragen, Kompetenzmängel in der Identifizierung der Lepra zu verbessern.
 



Gemeinsam das letzte Stück des Wegs gehen

Die Teilnehmer riefen zu mehr Nachverfolgungsstudien auf, um die Ermittlung von Leprapatienten zu erleichtern und eine wirksame Behandlung zu fördern. Die Sorge, dass Lepra zu einer vernachlässigten Krankheit innerhalb der vernachlässigten Krankheiten werden könnte, hat zur Forderung nach neuen Partnerschaften und Zusammenarbeit geführt. Klaus M. Leisinger von der NFSD beschloss den Dialog mit dem dringenden Aufruf an die Teilnehmer, bereits vor dem internationalen Leprakongress 2013 konkrete Massnahmen zu ergreifen.



Vollständige Zusammenfassung des Genfer Dialogs herunterladen.

Erfahren Sie mehr über das Lepra-Projekt der Stiftung in Indien.

Schauen Sie sich das Video über unser Lepra-Projekt an.

 

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Der Jahresbericht 2012 der Novartis Stiftung ist jetzt erhältlich.

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