Drucken Weitersagen Text verkleinernText vergrössern
Home Unternehmens-
verantwortung
Internationale
Gesundheit
Projekte Symposium Publikationen Über uns
 

News Übersicht

 Abonnieren Sie unsere News als RSS-Feed



2010 2009 2008 2007 2006 2005  

31 Mai 2010

Bessere Versorgung mit Malariamedikamenten in unterversorgten Gebieten

„Welche Versorgungsstrategie ist am besten geeignet, für wen?” Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer eines Workshops, der am 30. April in Genf stattfand und von der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung und Medicines for Malaria Venture (MMV) organisiert wurde. Der Workshop war Teil einer neuen Dialogreihe zu globalen Gesundheitsproblemen, die von der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung veranstaltet wird.



Ziel war es, zu untersuchen, wie Malaria-Patienten in unterversorgten Gebieten über öffentliche, private und gemeindebasierte Lieferkanäle besser mit Artemisinin-basierten Kombinationstherapien (ACTs) versorgt werden können. 



Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit sind entscheidend für eine bessere Versorgung mit ACTs
Die Teilnehmer erachteten Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit als entscheidende Faktoren für eine bessere Versorgung mit ACTs. Laut einer Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, die in zwei Distrikten Tansanias durchgeführt wurde, sind ACTs in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen relativ gut verfügbar – jedoch nur in 29% der privaten Medikamentenläden vorrätig. Dies ist problematisch; denn 50% der Malaria-Patienten kaufen ihre Medikamente in diesen Läden, da sie oft besser erreichbar sind als öffentliche Gesundheitseinrichtungen. 



Schliessung der Zugangslücke mithilfe des privaten Sektors
Auch die Stärkung der öffentlichen und privaten Lieferkanäle wurde als wesentliche Voraussetzung für einen besseren Zugang zu ACTs genannt. Mit dem von Roll Back Malaria und Novartis initiierten Pilotprojekt SMS for Life sollen Lagerbestände von Medikamenten in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen Tansanias kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass ACTs nachhaltig verfügbar sind. Dies geschieht mittels eines mobilfunkbasierten Überwachungssystems. Zu Beginn des Pilotprojekts hatten 25% aller Gesundheitseinrichtungen keine ACTs vorrätig. Am Ende des Projekts verfügten 95% der Einrichtungen über mindestens eine Darreichungsform der Medikamente. Zudem hatten bei Abschluss des Pilotprojekts 888 000 Menschen aus den drei teilnehmenden Distrikten Zugang zu allen Malariamedikamenten. Zu Beginn des Projekts waren die Medikamente lediglich für 264 000 Menschen zugänglich.



Eine weitere Initiative ist Living Goods, eine Non-Profit-Organisation, die in den Bereichen primäre Gesundheitsversorgung und Mikroeinzelhandel in Uganda aktiv ist. Über ein Netzwerk aus kommunalen Gesundheitsarbeitern, die in schwer zugänglichen ländlichen Gebieten tätig sind, versorgt die Organisation arme Konsumenten kostengünstig mit qualitativ hochwertigen Produkten. Durch die Straffung der Lieferkette konnte Living Goods den Preis für ACTs in den betreffenden Gebieten von USD 7–10 im Jahr 2007 (Preis in der Apotheke/im Medikamentenladen) auf USD 3,50 im Jahr 2009 reduzieren.



Bessere Gesundheit durch Schaffung von Synergien
Wie das College of Medicine der University of Ibadan in Nigeria betonte, ist es für eine bessere Versorgung mit ACTs entscheidend, dass der Vertrieb der Medikamente und die Zuschüsse für den öffentlichen und privaten Sektor miteinander abgestimmt werden. Dies würde dazu beitragen, den Verkauf von Monotherapien im privaten Sektoreinzudämmen, da alle Lieferanten von den Zuschüssen profitieren würden. Somit würde dies langfristig zum vermehrten Einsatz der empfohlenen ACTs führen, womit die Therapieresistenz reduziert und die Gesundheit der Patienten verbessert würde.



Lesen Sie die ausführliche Zusammenfassung des Workshops [en] (PDF, 400 KB)



Erfahren Sie mehr über das ACCESS Projekt in Tansania


Stiftungsbericht 2009

Der komplette Stiftungsbericht 2009.

Download >
[de], [en] (PDF, 2.3 MB)
Archiv >

Newsletter

Bevölkerungswachstum im 2010: Status und Ausblick

Bevölkerungswachstum im 2010: Status und Ausblick

Download >
[en] (PDF, 0.6 MB)

Abonnieren Sie unseren Newsletter via E-Mail

Zugang zu Gesundheitsversorgung

Hanifa Mduwike erkrankte im Alter von zwei Jahren an Malaria. mehr…

Obstacles to prompt and effective malaria treatment lead to low community-coverage
Download > [en] (PDF, 356 KB)