Drucken Weitersagen Text verkleinernText vergrössern
Home Unternehmens-
verantwortung
Internationale
Gesundheit
Projekte Symposium Publikationen Über uns

Psychosoziale Gesundheit: Einleitung und Überblick

Gemäss einer Schätzung von UNAIDS aus dem Jahr 2008 gab es Ende 2007 fast 12 Millionen AIDS-Waisen im südlichen Afrika. Und weitere Millionen von Kindern sind dort der dreifachen Belastung durch die Auswirkungen von HIV/AIDS, Armut und kriegerischen Konflikten ausgesetzt. Selbstverständlich muss für all diese Kinder die Grundversorgung gewährleistet sein: Sie brauchen Nahrung, Unterkunft, eine Ausbildung und medizinische Versorgung. Aber sie müssen auch betreut und unterstützt werden, um emotional mit diesen schwierigen Lebensbedingungen fertig zu werden. Die Novartis Stiftung unterstützt die REPSSI (Regional Psychosocial Support Initiative), ein regionales Kompetenz-Netzwerk, das in 13 Ländern Ost- und Südafrikas tätig ist. Ziel dieser Organisation ist es, das psychosoziale Wohlbefinden der von HIV/AIDS, Armut und Konflikten betroffenen Kinder zu verbessern.

Psychosoziale Betreuung und Unterstützung (PSS) umfasst die Wertvorstellungen, Prinzipien, Handlungsweisen, Hoffnungen und Träume, die Menschen von einem Leben haben, in dem sie sich wohlfühlen. Im Mittelpunkt stehen die sozialen und emotionalen Bedürfnisse eines Kindes. PSS ist Teil eines umfassenden und ganzheitlichen Verständnisses von Gesundheit und Wohlbefinden. Die emotionalen, spirituellen, sozialen, kulturellen, körperlichen, politischen, geistigen und ökonomischen Bedürfnisse des Kindes sind allesamt wesentliche Bestandteile einer sinnvollen, positiven menschlichen Entwicklung.

Ein geringer Prozentsatz von Kindern leidet unter psychischen Erkrankungen, die eine spezielle psychiatrische oder psychologische Behandlung brauchen. Für sie spielt PSS eine besonders wichtige Rolle.

Auch Laien können Kindern, die seelisch in Not oder traumatisiert sind, durch gezielte Massnahmen helfen, beispielsweise durch eine strukturierte Gruppentherapie. Die nachhaltigste und wichtigste PSS aber bieten Freunde, Familie sowie die Mitglieder der Haus- und Dorfgemeinschaft, mit denen das Kind täglich Umgang hat. Diese natürlichen Betreuungssysteme gilt es von aussen zu unterstützen; sie dürfen nicht untergraben werden.

Um jedoch die Millionen von Kindern zu erreichen, die ihre Eltern verloren haben oder Opfer von Gewalt und Auseinandersetzungen geworden sind, muss die PSS in bereits vorhandene Dienstleistungen, Programme und Aktivitäten integriert werden. So zum Beispiel in die Bildungs- und Gesundheitssysteme, die überwiegend von den jeweiligen Regierungen zur Verfügung gestellt werden.

Die REPSSI hat gemeinsam mit ihren Partnern eine Reihe von Instrumenten und Methoden entwickelt, um sowohl die Qualität der psychosozialen Betreuung und Unterstützung zu verbessern als auch die Anzahl der Kinder zu erhöhen, die Zugang zu den verschiedenen Ebenen von PSS haben können. Bis Ende 2008 hat REPSSI etwa 3 Millionen Kinder im südlichen Afrika erreicht. Das Ziel ist, bis 2011 5 Million Kinder zu erreichen.

 

Publikationen (Stiftung / Partnerorganisationen)

Regional Psychosocial Support Initiative
Bringing hope to AIDS orphans in Africa - Fallstudie
Download > [en] (PDF, 166.2 KB)

 

Jahresbericht 2006, Kapitel 4: Internationale Gesundheitszusammenarbeit – Berichte aus den Projekten
Im Fokus dieses Berichts steht das Projekt Humuliza: Psychosoziale Unterstützung von AIDS-Waisen in Tansania.
Download > [de], [en] (PDF)
 

Links

  • www.repssi.org
    REPSSI - Regional Psychosocial Support Initiative for Children affected by Aids, Poverty and Conflict

 

Stiftungsbericht 2009

Der komplette Stiftungsbericht 2009.

Download >
[de], [en] (PDF, 2.3 MB)
Archiv >

Newsletter

Bevölkerungswachstum im 2010: Status und Ausblick

Bevölkerungswachstum im 2010: Status und Ausblick

Download >
[en] (PDF, 0.6 MB)

Abonnieren Sie unseren Newsletter via E-Mail

Projektbeispiel

Massstab für psycho- soziale Hilfe im südlichen Afrika
mehr...