Internationales Symposium
4. Dezember 2001
Basel, Schweiz
Sieben Millionen Schweizerinnen und Schweizer verbrauchen pro Jahr Medikamente für rund fünf Milliarden Schweizer Franken – etwa gleich viel wie über eine Milliarde Menschen in Indien. In Mozambique hat der Staat weniger als 10 Franken pro Einwohner/in und Jahr zur Verfügung für das Gesundheitswesen. In der Schweiz betragen die Kosten für die Gesundheitsversorgung 6000 Franken pro Person und Jahr.
Eine ausreichende Gesundheitsversorgung für alle Menschen ist nicht nur eine der wichtigsten entwicklungspolitischen Ziele, sondern sogar die Basis jeglicher entwicklungspolitischer Fortschritte. Auf jedes Opfer grosser Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Zyklone sterben 160 Menschen an Krankheiten, die durch Armut verursacht werden. Wie sehr Armut und Reichtum die Welt in Passagiere der ersten und zweiten Klasse spaltet, hat die Kontroverse um die Behandlung von HIV/AIDS in Afrika kürzlich wieder deutlich in Erinnerung gerufen.
Welche Ausmasse, welche Folgen hat eine mangelhafte oder ganz fehlende Gesundheitsversorgung in armen Regionen? Wie nehmen die Armen selber ihre Situation wahr? Inwieweit sind Frauen besonders betroffen? Welche Politikdefizite – im Süden wie im Norden – tragen zur heutigen Situation bei? Wie kann der Zugang zu Medikamenten verbessert werden? Wie sieht das optimale Zusammenspiel zwischen nationaler Politik, privatem Sektor und weltwirtschaftlichem Regelwerk aus? Welchen Beitrag leistet Novartis?
Diese Fragen werden am Symposium durch Sachverständige aus aller Welt kontrovers dargestellt und diskutiert. Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung möchte damit einen Beitrag zu einem Thema von grosser Tragweite leisten.