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Tracing Books als selbst geführte Patientenakte

REPSSI - Massstab für psychosoziale Hilfe im südlichen Afrika

In den subsaharischen Ländern Afrikas leben heute mehr als 34 Millionen Waisenkinder. Davon sind elf Millionen Aids-Waisen. In diesem Jahrzehnt ist der Anteil an Aids-Waisen von 3.5% auf 32% gestiegen - und wird weiter exponentiell steigen, solange diese Krankheit sich unkontrolliert ausbreitet. So macht Aids eine ganze Generation von Kindern zu Waisen und bedroht nicht nur ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, sondern manchmal sogar ihr Überleben, nicht zu reden von den Auswirkungen auf die allgemeinen Entwicklungsaussichten der betroffenen Länder.

Video über das REPSSI Projekt
 

Die Regional Psychosocial Support Initiative for Children affected by AIDS, Poverty and Conflict (REPSSI) wurde mit dem Ziel gegründet, im Bereich der psychosozialen Hilfe (PSS) im östlichen und südlichen Afrika Massstäbe zu setzen. In Zusammenarbeit mit mehr als 140 Hilfswerken bildet sie PSS-Kursleiterinnen und -Kursleiter aus, entwickelt Lehrgänge und Handbücher und setzt sich bei den Regierungen der 13 Länder, in denen sie tätig ist, für die Anerkennung von PSS als Grundrecht und als wesentliches Element der Sozialpolitik ein. Das Hauptquartier in Johannesburg ist als Regionalvertretung neben Südafrika auch für Lesotho und Swasiland zuständig, die Vertretung in Lusaka neben Sambia auch für Malawi und Namibia, das Büro in Dar es Salaam neben Tansania auch für Kenia und Uganda und die Niederlassung in Bulawayo neben Angola, Moçambique und Simbabwe auch für Botswana.

Aus Pilotprojekten entstanden

REPSSI hat ihren Ursprung im Versuch der zwei Schweizer Entwicklungshelfer Stefan Germann und Kurt Madörin, ihre Konzepte der Unterstützung von Aids-Waisen zu bündeln und ihre Erfahrungen für andere nutzbar zu machen. Germann für die Heilsarmee in Simbabwe und Madörin für terre des hommes schweiz in Tansania begannen Mitte der Neunzigerjahre unabhängig voneinander, ihre Ideen in Pilotprojekten zu realisieren. Der eine setzte auf ein zentrales Kursangebot in dem eigens dafür errichteten Masiye Camp, der andere mit Humuliza auf die Lehrerausbildung und später auf die Selbstorganisation der Aids-Waisen im Dorf Nshamba. Das zentrale Anliegen war bei beiden gleich: Die vom Verlust ihrer Eltern traumatisierten und als Waisen ökonomisch und sozial benachteiligten Kinder brauchten neben materieller Hilfe auch mentale Unterstützung. Im Oktober 2000 stellte Kurt Madörin sein Programm in einem Workshop im Masiye Camp vor. Bei einem zweiten Treffen im folgenden Jahr, an dem neben Praktikern der Aidswaisen-Hilfe, Hilfswerkvertretern und Wissenschaftlern auch Kinder und Jugendliche teilnahmen, entstand der Plan für REPSSI.

Solides Geldgeber-Konsortium

Die neue Organisation sollte die verschiedenen Ansätze zusammenführen und den in der Region tätigen Hilfswerken fundierte und in der Praxis erprobte PSS-Konzepte vermitteln. Im März 2002 später fanden sich die Entwicklungshilfe-Agenturen der Schweiz und Schwedens, DEZA und Sida, mit der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung (NFSD) in einem solide abgestützten Geldgeber-Konsortium zusammen, und zwei Monate später waren die ersten Stellen besetzt. Seither wuchs die Organisation in atemberaubendem Tempo – bis klar wurde, dass sie mit den ständig steigenden Anforderungen nicht Schritt halten konnte. Das Leitungsteam musste lernen, Prioritäten zu setzen, und die Geldgeber mussten einsehen, dass die Führungskräfte zusätzliche professionelle Förderung benötigten.

Massgeschneiderte Lehrgänge

Durch Vermittlung der NFSD konnte für diese Aufgabe die hoch motivierte Personal- und Ausbildungsabteilung der Novartis Konzernzentrale in Basel (Human Resources Department, Novartis International) gewonnen werden. Im Rahmen des Corporate-Citizenship-Programms entwickelte ein Expertenteam in Zusammenarbeit mit Spezialisten renommierter Ausbildungsfirmen massgeschneiderte Lehrgänge in Management-Skills und Leadership, von denen nicht nur die Mitarbeitenden der REPSSI-Zentrale profitieren, sondern auch jene der Regionalbüros. Das Programm wird von allen Beteiligten euphorisch kommentiert: Die REPSSI-Leute sind begeistert über die praxisbezogene Weiterbildungsmöglichkeit, und die Lehrkräfte freuen sich über den Beitrag, den sie zum Erfolg von REPSSI leisten.

 

 

 

Publikationen (Stiftung / Partnerorganisationen)

REPSSI - Massstab für psychosoziale Hilfe im südlichen Afrika
Projektbeschreibung
Download > [de], [en] (PDF, 495.9 KB)

 

Regional Psychosocial Support Initiative
Bringing hope to AIDS orphans in Africa - Fallstudie
Download > [en] (PDF, 166.2 KB)

 

Making a Hero (Active Citizen) Book
A guide for facilitators
Download > [en] (PDF, 3.0 MB)

 

Projekt-Telegramm

Land / Region
SADC-Länder (Southern African Development Community) 



Projektziel
Verbesserung der psychosozialen Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die von HIV / AIDS, Konflikten und Armut betroffen sind.

Zielgruppen
Kinder und Jugendliche, die von HIV / AIDS, Konflikten und Armut betroffen sind.

Partner
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Swedish International Development Cooperation Agency (Sida), NGO-Netzwerkpartner (Heilsarmee, terre des hommes schweiz, lokale NGOs)

Technische Unterstützung
Swiss Academy for Development (SAD), Novartis Corporate Human Resources Abteilung

Projektdauer
2002-2007


Projekt-Webseite
www.repssi.org