Drucken Weitersagen Text verkleinernText vergrössern
Home Unternehmens-
verantwortung
Internationale
Gesundheit
Projekte Symposium Publikationen Über uns

Endlich wieder mit beiden Händen arbeiten



*„Es war vor ungefähr zwei Jahren, kurz nach der Geburt meines dritten Kindes, da habe ich zum ersten Mal die hellen Flecken auf meinem Körper bemerkt. Ich war erschrocken, als mir auffiel, dass ich an diesen Stellen nichts mehr spürte. Ich vermutete gleich, dass ich mich wahrscheinlich mit Lepra angesteckt hatte. Aus Angst davor, dass auch meine Kinder diese Krankheit bekommen könnten, wenn ich mich nicht behandeln liesse, wandte ich mich an das Primary Health Centre. Als ich erfuhr, dass diese Krankheit heilbar sei und dass auch meine verkrüppelte Hand durch eine Operation wiederhergestellt werden könnte, war ich sehr erleichtert. Man riet mir, mich in der Lepra-Klinik in Vadoli (Thane) behandeln zu lassen. Die Ärzte dort haben mir sofort eine Kombinationstherapie (Multi-drug Therapy, MDT) verordnet. Dadurch hat sich mein Zustand verbessert. Innerhalb eines Jahres war ich vollständig geheilt und musste keine Medikamente mehr einnehmen.

Aber die Hand war immer noch verkrüppelt. Als ich den Ärzten das erzählte, schickten sie mich in das Pflegezentrum für Behinderte, das auch zum Lepra-Projekt der Novartis Stiftung (Novartis Comprehensive Leprosy Care Programme, N-CLCP) gehört. Nach der Untersuchung wurde mir geraten, die Hand operieren zu lassen. Es fiel mir furchtbar schwer, meine Familie allein zu lassen und mich für die Operation anzumelden. Aber meine Hand musste operiert werden, damit ich wieder arbeiten konnte – wenn nicht für mich selbst, so doch wenigstens, um meine Kinder zu ernähren. Deshalb habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und mich im J.J. Hospital aufnehmen lassen. Schon einen Monat nach der Operation war meine Hand wieder ganz in Ordnung und funktionierte völlig normal. Von der Verkrüppelung war nichts mehr zu sehen. Ein paar Tage musste ich noch Übungen mit der Hand machen, dann konnte ich nach Hause gehen. Nach der Operation habe ich auch noch Hilfsmittel bekommen, zum Beispiel eine Waage und Behälter sowie verschiedene Sachen, die ich verkaufen konnte, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dank der wertvollen Hilfe des N-CLCP konnte ich in meinem eigenen Haus ein kleines Geschäft eröffnen. Ich bin jetzt sehr glücklich, dass ich meine beiden Hände wieder benutzen kann, um für meine Kinder und meine Familie zu arbeiten. Mit dem Verkauf dieser Sachen verdiene ich ganz gut. Wenn ich Nachschub brauche, kaufe ich in einem Grosshandel neue Waren ein, zu einem niedrigeren Preis. Ich kann so auf menschenwürdige Weise meinen Lebensunterhalt verdienen und bin ein nützliches Mitglied der Gesellschaft.“


*Diese Geschichte wurde Atul Shah von einer Patientin namens Trupti (der Name wurde auf Wunsch geändert) erzählt.

Projekt-Telegramm

Land / Region
Indien / Surat, Gujarat; JJ Hospital, Mumbai 



Projektziel
Umfassende Lepra-Behandlung (Prävention, Behandlung von Behinderungen, sozio-ökonomische Rehabilitation) sowie Schulung von Gesundheitspersonal und Chirurgen

Zielgruppen
Leprapatienten und Menschen mit Körperbehinderungen

Partner
Staatliches Gesundheitsministerium, religiöse Hilfsorganisationen, JJ Hospital

Technische Unterstützung

Projektdauer
Seit 1989